Autoreisen – 10 Dinge, auf die du achten musst

Unabhängig, flexibel, günstig. Das Verreisen mit dem Auto kann zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Ein Paar Dinge solltest du allerdings wissen, um deine Autoreise zu organisieren. Mit den folgenden Tipps möchte ich dir unter die Arme greifen, damit dein Urlaub mit dem Auto auch wirklich günstig ist und bleibt. Nebenbei möchte ich Tipps geben, um unkomfortable sowie stressige Situationen im Vorfeld zu erkennen und diese mit geschickten Methoden zu unterbinden.

 

1. Funktionalität prüfen

Gewisse Funktionalitäten gilt es beim Wagen regelmäßig zu prüfen, um einerseits deinem Wagen und andererseits deinen Mitmenschen im Straßenverkehr etwas Gutes zu tun. Im Alltag wird dies schnell versäumt. Umso wichtiger ist es nun, diesen Check insbesondere vor einer längeren Reise vorzunehmen.

Ist genug Öl im Motor? Ist genug Flüssigkeit im Kühler? Funktionieren alle Leuchten, sowohl innerhalb als auch außerhalb deines Wagens? Funktionieren die Scheibenwischer und ist genügend Scheibenwischwasser vorhanden? Stimmt der Reifendruck? Auch ans Ersatzrad gedacht? Diese Fragen solltest du dir vor der Abreise stellen und prüfen, ob bei deinem Wagen alles in Ordnung ist.

Dazu gehören übrigens auch dein Erste-Hilfe-Kasten, Warnwesten und das Warndreieck. In vielen Ländern – auch in Deutschland – ist es mittlerweile sogar Pflicht, Warnwesten für alle Insassen im Wagen zu haben.

 

2. Dokumente einpacken

Führerschein, Fahrzeugschein und Versicherungsunterlagen dabei? Prima!

Wer im Alltag auf dem Weg von der Arbeit nach Hause seine Papiere nicht dabei hat, kommt in einigen Fällen mit einem “blauen Auge” davon. Im Ausland sind die Polizisten in der Regel nicht so tolerant. Eine gewissenhafte Überprüfung der Fahrzeugpapiere ist dementsprechend anzuraten.

 

3. Verkehrsrechte abchecken

Auf deutschen Autobahnen gilt eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Sofern nicht anders beschildert, gibt es ansonsten keine Maximalgeschwindigkeit. In anderen Ländern hingegen gibt es Maximalgeschwindigkeiten. Es ist daher empfehlenswert, sich vor der Abreise über die Maximalgeschwindigkeiten zu informieren, um leichtsinnige und vermeidbare Strafen durch überhöhte Geschwindigkeiten zu umgehen. Achtung: In einigen Ländern gibt es sogar weitere Einschränkungen für Fahrer unter 25 Jahren sowie bei Fahranfängern.

Neben den Maximalgeschwindigkeiten gibt es weitere Dinge, die du beachten musst, wie zum Beispiel das Einschalten des Abblendlichts – auch tagsüber.

Informiere dich dabei nicht nur über das Land, in welches du reisen möchtest, sondern auch über alle Länder, die du während deiner Fahrt durchquerst.

 

4. Benzinkosten und Fährüberfahrten einplanen

Auf manchen Strecken sind Fahrten mit einer Fähre nötig, um die Reise fortzusetzen. Informiere dich im Vorfeld über Abfahrtszeiten und Kosten des Transfers. Insbesondere die Kosten spielen eine wichtige Rolle, denn diese sind bei Fährüberfahrten nicht zu unterschätzen.

Ähnlich verhält es sich mit den Benzinkosten. Um weiteres Geld zu sparen, macht es Sinn, entweder vor einer Landesgrenze oder entsprechend nach der Landesgrenze zu tanken. Die Benzinpreise sind in verschiedenen Ländern nunmal nicht identisch.

Beispiel: Du befindest dich auf dem Weg von Deutschland nach Italien gerade auf Durchreise in Österreich. Dein Tank ist noch zu einem Drittel gefüllt. Obwohl dein Tank noch lange nicht leer ist und du normalerweise noch nicht tanken würdest, macht es trotzdem Sinn noch vor der italienischen Landesgrenze in Österreich vollzutanken, da die Benzinpreise deutlich günstiger sind als in Italien (Stand: Oktober 2014).

 

5. Entfernungen richtig bewerten

Dieser Punkt ist ganz besonders wichtig für unerfahrene Autoreisende, denn Entfernungen werden leicht unterschätzt.

Wer sparsam mit seinem Benzinverbrauch umgeht, wird auf Autobahnen etwa 100 Kilometer pro Stunde zurücklegen. Damit ist weniger gemeint, dass die Nadel deines Tachometers durchgehend 100 km/h betragen soll, sondern eher, dass du inklusive Baustellen und Verkehrswidrigkeiten durchschnittlich etwa 100 Kilometer pro Stunde zurücklegst. Tendenziell sogar noch weniger.

500 Kilometer sind nach dieser Rechnung etwa 5 Stunden. Auf der Autobahn.

Die Dauer erhöht sich drastisch auf Landstraßen, in Ortschaften und auf Serpentinen.

Noch ein paar Hundert Kilometer fahren und dann “mal eben” ein Hotel finden oder das Zelt aufbauen, ist dann nicht mehr so einfach. Insbesondere in Regionen, in denen man nie zuvor war, ist die Orientierung entsprechend gering. Nochmal schwieriger wird es bei Dunkelheit.

 

6. Ausreichend Verpflegung einpacken

Jeder Mensch soll pro Tag etwa 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Das gilt auch während Autofahrten. Und nicht nur bei dir, sondern auch bei allen anderen Personen, die sich im Auto befinden. Für eine eintägige Autofahrt bei drei Personen sind dies demnach schon 6 Liter Flüssigkeit.

Ähnlich verhält es sich mit dem Essen. Pack vor der Abfahrt ausreichend Brote/Brötchen ein, um den Hunger aller Mitfahrer zu stillen. Auch auf Autofahrten kann der Tag etwa so organisiert werden, dass die drei Hauptmahlzeiten (Frühstück, Mittag- und Abendessen) zeitlich eingehalten werden.

Jeder hat Durst und jeder hat Hunger. Das ist garantiert so. Wer nicht ausreichend Getränke und Nahrungsmittel dabei hat, wird sie früher oder später in Autobahnraststätten oder Fastfood-Restaurants kaufen. Zu einem höheren Preis als im Supermarkt oder beim Bäcker.

Achja, die Kühltasche nicht vergessen, wenn die Reise in wärmere Regionen führt. 😉

 

7. Auf Bedürfnisse achten

Wenn du alleine reist, kannst du dich selbst so viel einschränken, wie du es möchtest. Weitere Insassen hingegen haben Bedürfnisse, die gestillt werden müssen. Insbesondere bei Autoreisen mit Kindern und/oder Haustieren ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Autofahrt nicht unerträglich wird.

Bewegungsmangel, Veränderung des Klimas, Veränderung der Ernährung. Diese und weitere Gründe führen schnell zum Umschwung der vorherigen Vorfreude auf den Urlaub. Und da man sich im Auto nicht aus dem Weg gehen kann, müssen du und deine Insassen mit dieser angespannten und negativen Stimmung klarkommen.

Doch du kannst dem entgegenwirken.

Fahre vorausschauend und mache dir dabei Gedanken, in regelmäßigen Abschnitten sinnvolle Pausen zu ermöglichen.

 

8. Pausen machen

Als Fahrer kommt dir die Fahrt vielleicht nicht so lang vor, weil du dauerhaft etwas zu tun hast. Doch deine Insassen sitzen Stunde für Stunde einfach nur auf ihrem Platz. Obwohl du möglicherweise völlig geschafft bist von der langen Autofahrt, sind deine Mitfahrer einfach nicht ausgelastet.

Wenn du dies im Vorfeld einplanst, vorausschauend fährst und zum Beispiel bei Sehenswürdigkeiten eine Pause machst, entgehst du nicht nur die im letzten Punkt erwähnte negative Stimmung, sondern bist möglicherweise sogar noch der “Retter des Tages”, weil du eine tolle Idee hattest, die sonst niemandem eingefallen ist. Die Pausen lediglich auf Autobahnrastplätzen zu machen, ist nicht besonders kreativ. 😉

 

9. Stress und schlechte Stimmung vermeiden

Vor der Reise ist die Vorfreude riesengroß. Dann ist endlich der Tag der Abreise. Die Funktionalität des Wagens ist gecheckt, das Gepäck ist verstaut, die Dokumente sind kontrolliert und an genügend Verpflegung wurde gedacht. Endlich geht’s los.

Die ersten zwei bis drei Stunden verlaufen super. Die Vorfreude auf den Urlaub hält immer noch an. Doch dann kommt irgendwann der Umschwung. Es ist einfach zu langweilig im Auto. Die Stimmung sinkt.

Versuche, die sinkende Stimmung frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren. Stress und Hektik beschleunigen die Entwicklung zur negativen Stimmung. Dementsprechend soll Stress im besten Fall komplett vermieden werden. Dann dauert die Fahrt nunmal insgesamt zwei Stunden länger. Es lässt sich eh nicht ändern. Auch nicht durch negative Stimmung.

Verbessere stattdessen die Stimmung zum Beispiel durch Pausen, Sehenswürdigkeiten oder durch Spiele im Auto. Letztlich sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Mehr dazu im nächsten Punkt.

 

10. Mit offenen Augen fahren und cool bleiben

Heutzutage benutzt nahezu jeder Autofahrer, der lange Strecken zurücklegen möchte, ein Navigationsgerät. Einmal das Ziel eingegeben, führt dich das Gerät je nach Einstellung auf dem kürzesten, schnellsten oder verbrauchsärmsten Weg dorthin.

Das soll aber nicht bedeuten, dass dein Gehirn ausgeschaltet bleiben kann. Selbstverständlich musst du weiterhin auf den Verkehr achten, Autobahnsperrungen und ggf. Staus umfahren sowie Umleitungen folgen. Das Navi kann dir nicht garantieren, dich ohne Widrigkeiten zum gewünschten Ort zu bringen.

Es ist daher zu empfehlen, dass du im Vorfeld davon ausgehst, dass irgendetwas passiert, was vorher nicht so eingeplant wurde. Wenn du diesen Gedanken fest verankerst, fällt es dir viel leichter, bei Staus oder Abweichungen der Strecke einen kühlen Kopf zu bewahren und dabei ganz gelassen die richtigen Entscheidungen triffst, um die Fahrt fortzusetzen.

Das Besondere daran: Deine Gelassenheit überträgt sich in der Regel auch auf deine Insassen. Sie merken, dass du die vollständige Kontrolle über die aktuelle Situation hast. Die Folge ist eine deutlich entspanntere Stimmung innerhalb deines Wagens.

 

Hast du weitere Tipps und Tricks, auf die vor und/oder während einer Autoreise geachtet werden muss? Teile sie mit uns in den Kommentaren.

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