Günstig verreisen mit dem Auto – So geht’s

Das Verreisen mit dem Auto ist in den meisten Fällen nicht nur deutlich günstiger, sondern ist zeitgleich eine sehr erlebnis- und abwechslungsreiche Art des Reisens. Insbesondere für Abenteurer, die in ihrem Urlaub gerne auf Wellness und Luxus verzichten möchten, ist das Autoreisen eine gute Alternative, um nicht nur an einem Ort gebunden zu sein und möglichst viel vom Reiseland zu entdecken und kennenzulernen.

 

Das Verreisen mit dem Auto – Die Vorteile

Keine Buchungen notwendig

Ein teurer All-Inclusive-Urlaub mit Flug wird in der Regel weit im Voraus gebucht. Bei einer spontanen Reise mit dem Auto entfallen derartige Buchungen, die im Voraus vorgenommen werden müssen. Natürlich ist es möglich, vor seiner Autoreise ein bestimmtes Hotel zu buchen und am Tag X nach der Fahrt mit dem Auto dort einzuchecken. Doch das käme dem ortsgebundenen Urlaub gleich, wobei nur der Transfer des Flugzeugs durch das Auto ersetzt wird.

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Bei einer spontanen Reise mit dem Auto und dem Wunsch, eine erlebnisreiche und abenteuerliche Zeit zu verbringen, ist der Ort der Übernachtung nicht entscheidend. Bei höherem Reisebudget können zum Beispiel täglich verschiedene Hotels sowohl außerhalb als auch innerhalb größerer Touristenorte angepeilt werden. Wer eher sparsam und mit geringem Reisebudget unterwegs ist, hat gleich mehrere Möglichkeiten bei der Wahl der Unterkunft.

 

Freie Wahl der Unterkunft

Sehr beliebt unter Backpackern und Low-Budget-Reisenden sind Hostels und Jugendherbergen. Diese sind deutlich günstiger, bieten ein trockenes Dach über dem Kopf und häufig entstehen dort neue Bekanntschaften mit anderen Reisenden, die genau wie du eine günstige Unterkunft gesucht haben.

Eine günstige Alternative zu Hostels und Jugendherbergen stellen Campingplätze dar. Eingepackt passt ein Zelt in jedes Auto und wird in wenigen Minuten zur gemütlichen Unterkunft. Je nach Qualität des Campingplatzes gibt es zur heutigen Zeit viele Angebote, die auch einen Campingplatzbesuch mit umfangreichen Ausstattungen wie Restaurants und Bars fast schon luxuriös wirken lässt. Ein Beispiel dafür ist der Campingplatz Lazar bei Kobarid in Slowenien.

Wer auf die Gebühren auf Campingplätzen verzichten, aber dennoch im Zelt schlafen möchte, der kann das wilde Zelten als Alternative nehmen. Doch Achtung: Das wilde Zelten ist in den meisten Ländern eine Ordnungswidrigkeit. Mehr dazu findest du in diesem Beitrag.

Nicht verboten ist dagegen das Schlafen im eigenen Auto. Zumindest da, wo auch das Parken erlaubt ist, darfst du deine Nacht verbringen. Offiziell gibt es kein rechtliches Verbot, welches besagt, dass der Fahrer des PKW sich nicht zum Beispiel auf die Rückbank legen darf, um dort zu übernachten.

 

Schlafen im Auto

In vielen Autos lässt sich die Rückbank umklappen, sodass im hinteren Teil des Wagens eine Liegefläche entsteht. Wer im Vorfeld darauf geachtet hat, nicht zu viel Gepäck mitzunehmen, kann diese Liegefläche prima nutzen, um dort zu übernachten. Wenn dies in deinem Wagen allerdings nicht möglich sein sollte, dann ist das auch nicht weiter tragisch. Auch die Rückbank an sich reicht aus, um darauf zu schlafen.

Zugegebenermaßen ist das Schlafen im Auto nicht jedermanns Sache. Insbesondere unerfahrene Autoschläfer fühlen sich am nächsten Morgen nicht wirklich ausgeruht. Es wirke doch irgendwie alles zu unbequem. Doch Gott sei Dank ist der Mensch ein Gewohnheitstier und so gewöhnt sich auch dein Körper nach ein paar Tagen an das Schlafen im Auto.

 

Autoreisen
Foto: http://www.pinterest.com/pin/337699672032873715/

 

Flexibilität und Unabhängigkeit

Nun wurde viel über die Übernachtungen gesprochen, doch was sind überhaupt die Vorteile, die du während einer Autoreise tagsüber hast? Die wohl wichtigsten Vorteile sind die Flexibilität und die Unabhängigkeit. Oder anders: die Freiheit!

Du fährst morgens vom Standort A los. Eine genaue Planung hast du möglicherweise nicht, sondern nur eine grobe Richtung. Somit gibt es keinen genauen Standort B. Nur eine Region, in der ein passender Standort B frei gefunden werden kann. In meinen Tagebucheinträgen hast du bestimmt schon mitbekommen, dass ich meist da bleibe, wo es mir gefällt und den Ort verlasse, wenn es mir nicht gefällt. Nach meinen Erfahrungen kann ich dir diese Methode wärmstens empfehlen.

Mit dem Auto kannst du – im Gegensatz zu Wanderungen – auch größere Entfernungen in recht kurzer Zeit zurücklegen. Um die nächste Stadt zu erreichen, dauert es in der Regel nur wenige Minuten. Die nächste Sehenswürdigkeit ist ebenfalls bald erreicht. Mit dem Auto hast du die Möglichkeit, viele Orte innerhalb einer Reise zu erreichen und so lange dort zu bleiben, wie du es möchtest. Dies bedeutet, dass du nicht nur bei deinem Zielort flexibel bist, sondern auch unterwegs während deiner An- oder Abreise anhalten kannst, um dir gewisse Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Es besteht für dich nunmal kein Zwang, so schnell wie möglich von A nach B zu kommen.

Du kannst überall anhalten, wo du es möchtest. Auf der Hälfte des Weges, bei einem Viertel des Weges oder auch alle paar Kilometer kurz vor der gewünschten Zielregion. Völlig unabhängig, völlig flexibel, völlig frei. Ganz nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel.

Bei öffentlichen Verkehrsmitteln hingegen bist du an deren Abfahrtszeiten gebunden und nicht überall gibt es entsprechende Haltestellen. Hätte dich ein Bus oder die Bahn an diesen “geheimen” Stausee in den Bergen am Gardasee in Italien gebracht?

Autoreise durch Italien - Stausee in der Nähe vom Gardasee

Nachteil allerdings: Durch zu schnelles Reisen lernst du nur wenig von den Locals und deren Kultur sowie Lebensweise kennen. Manchmal fährst du zu früh weiter und übersiehst somit ein paar interessante Details, die du zu Fuß bestimmt entdeckt hättest. Auch das langsame Reisen hat seine Vorteile. Doch dazu mehr in einem späteren Beitrag.

 

Geld, Kosten und Sparmaßnahmen

Bei einer Autoreise fallen folgende Kosten an:

  • Benzinkosten/Dieselkosten
  • Kosten durch Verschleiß am Auto
  • ggf. Gebühren für Tunnel- und Autobahnnutzung (Vignetten und Maut)
  • ggf. Fährüberfahrten
  • Verpflegung (Nahrungsmittel und Getränke)
  • ggf. Kurtaxen
  • ggf. zzgl. Kosten für weitere (kostenpflichtige) Aktivitäten

Folgende Kosten entfallen:

  • Flug
  • öffentliche Verkehrsmittel
  • Taxifahrten
  • ggf. Unterkunft

Je nach Reiseland und -ort sind die Preise für Unterkünfte höher als die anfallenden Benzinkosten, um diesen Ort zu erreichen. Campingplätze – auch wildes Zelten – oder das Schlafen im Auto bieten somit günstige Möglichkeiten für abwechslungsreiche Reisen auch außerhalb Deutschlands.

 

Einige Beispiele für Benzinkosten

Als Standort A – dem Startpunkt – wurde Kassel gewählt. Kassel liegt relativ zentral in Deutschland und besitzt Autobahnanbindungen in alle vier Himmelsrichtungen. Vom Beispiel Kassel aus folgen nun fünf Beispiele für Zielorte / -regionen:

Wilhelmshaven (Nordseeküste):
ca. 50 Euro pro Weg

Usedom (Ostseeküste):
ca. 80 Euro pro Weg

Venedig (Italien – Mittelmeer) über Verona entlang des Gardasees:
ca. 130 Euro pro Weg

Brest (Frankreich – Atlantik) über Paris:
ca. 180 Euro pro Weg

Barcelona (Spanien – Mittelmeer) über Montpellier:
ca. 200 Euro pro Weg

Je nach Entfernung deines Wohnortes zu Kassel fallen die Benzinkosten entweder höher oder geringer aus. Aber bestimmt helfen dir diese Werte, um ein Gefühl für die Benzinkosten bei Autoreisen zu bekommen.

 

„Und wieder ist ein Jahr vergangen, ohne das Meer gesehen zu haben.“

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 Hast du noch weitere Fragen oder Erfahrungswerte, die zum Thema “Autoreisen” passen? Schreib sie doch einfach in die Kommentare!

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