Bushcraft im Harz und woran du denken solltest

Der Harz ist das höchste Gebirge Norddeutschlands und liegt im Drei-Länder-Eck von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Ausdehnung von Westen nach Osten beträgt etwa 110 Kilometer und von Norden nach Süden etwa 40 Kilometer. Geographisch liegt der Harz etwa im Zentrum von Deutschland und ist somit von allen Teilen der Republik gut zu erreichen.

Der höchste Berg ist der Brocken mit 1.142 Metern über dem Meeresspiegel (1.142 m. ü. NHN). Am Gipfel des Brockens reicht die Sichtweite an einem sonnigen Tag weit über 200 Kilometer. Ein wundervolles Panorama. Mit einer natürlichen Waldgrenze bei ca. 1.100 m. ü. NHN ist das Klima des Brockens vergleichbar mit dem Klima der Alpen bei etwa 1.600 – 2.000 m. ü. NHN. Gipfel BrockenObwohl die Berge des Harzes von den Alpinisten spöttisch als “kleine Hügel” bezeichnet werden, ist eine Reise zum sagenumwobenem Gebirge auf jeden Fall lohnenswert.

 

Bushcrafting im Harz

Zum Schutz der Natur gibt es im Harz einen Nationalpark, drei Naturparks und zahlreiche Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Das Training der eigenen Bushcraft- und Survival-Skills ist dementsprechend nur sehr eingeschränkt möglich. Stattdessen wirst du eher die Natur dieses wundervollen Gebirges genießen.

In vielen Teilen des Harzes herrscht ein Wegegebot. Eine Wanderung “Freischnauze” fernab von Wegen durch die Wälder ist daher nur eingeschränkt möglich und an ausgewiesenen Stellen zu vermeiden. Zum Ausgleich gibt es ein weites Netz an Wanderwegen mit einer Gesamtlänge von knapp 600 Kilometern. Schild WanderwegeDie Wanderwege führen dich auf die Gipfel der Berge und an zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte.

Der wohl bekannteste Wanderweg ist der Hexenstieg. Der Hexenstieg führt einmal quer durch den Harz von Osterode im Westen bis nach Thale im Osten inklusive einer Besteigung des Brockens, dem höchsten Berg im Harz. Eine Tour des Hexenstiegs ist wirklich sehr interessant mit vielen abenteuerlichen Abschnitten und sehr steilen Aufstiegen. Allerdings ist der Hexenstieg gleichzeitig ein starker Touristenmagnet.

Das willkürliche Feuer machen in der Natur ist wie überall in Deutschland verboten. Entlang der Wanderwege gibt es Schutzhütten, die teilweise mit ausgewiesenen Grillplätzen bzw. Feuerstellen ausgestattet sind. Im Notfall ist ein Feuer zur Trinkwasseraufbereitung möglich, aber ein vorausschauender Bushcrafter wird das nicht brauchen.

Bei einer Übernachtung im Freien ist an die typischen Regeln zu denken. Der Großteil der Bäume im Harz sind Fichten. Lange, hohe Nadelbäume. Fichten im HarzBeim Schlafplatz ist demnach sehr gewissenhaft darauf zu achten, dass sich abgestorbene Bäume nicht in deine Richtung neigen. Genauso musst du darauf achten, dass dicke Äste bei einem Abbruch nicht auf deinen Schlafplatz fallen können.

Am nächsten Morgen ist selbstverständlich jeglicher Müll von dir wieder mitzunehmen, sodass du den Ort so verlässt wie du ihn angetroffen hast.

Fazit: Das Training der Bushcraft-Fähigkeiten ist möglich, aber eingeschränkt. Der Schwierigkeitsgrad des Gebirges ist recht gering und somit für Jung und Alt sowie für Profis und Anfänger geeignet. Eine Reise zum Harz ist aufgrund des sagenhaften Naturerlebnisses auf jeden Fall zu empfehlen.

Die hier gezeigten Fotos mögen vielleicht dem ein oder anderen gefallen, aber die Fotos können nichtmal ansatzweise wiedergeben wie wundervoll es dort wirklich ist.

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