Dein bester Freund und dein größter Feind – die Sonne

Den Hinweis, dass du deine Haut sorgfältig vor dem Sonnenbaden mit einer Sonnencreme einreiben solltest, kennst du schon. Doch welche Sonnencreme bzw. welcher Lichtschutzfaktor ist für dich der richtige? Und vor was genau schützt eine Sonnencreme überhaupt?

Jeder von uns liebt es, wenn die Sonne scheint. Viele Menschen geben jährlich Tausende von Euros aus, um in ein Land zu reisen, in dem die Sonne häufiger, länger und intensiver scheint als in Deutschland. Doch Achtung: Unterschätze niemals die Kraft der Sonne! Für diese Erkenntnis musst du übrigens nicht extra in die Sahara reisen. Diese und viele weitere Vorsichtsmaßnahmen werden häufig vergessen, wenn es darum geht, auch oder gar insbesondere bei Reisen ins Ausland auf die eigene Gesundheit zu achten.

Auch der Lichtschutzfaktor 50 gibt keine Garantie auf bedenkloses Sonnenbaden ohne Sonnenbrand!

Die Sonnenstrahlen oder auch UV-Strahlen (ultraviolette Strahlen) unterscheiden sich in drei Sorten: UVA-Strahlung, UVB-Strahlung und UVC-Strahlung.

 

Die UVC-Strahlung

Die UVC-Strahlung ist die kurzwelligste und zugleich energiereichste der drei Strahlungen und für den menschlichen Körper extrem gesundheitsschädlich. Diese UVC-Strahlung wird allerdings bei der Reaktion von Sauerstoff zu Ozon nahezu vollständig absorbiert und erreicht die Erdoberfläche im Normalfall nicht. (Ausnahmen sind hier vor allem die Polarkappen und Australien.)

 

Die UVA-Strahlung

Die Sonnenstrahlung, die letztlich auf der Erde ankommt, besteht somit aus der UVA-Strahlung (etwa 95%) und der UVB-Strahlung (etwa 5%). Die UVA-Strahlung ist übrigens das ganze Jahr über vorhanden. Auch dann, wenn die Sonne hinter einer Wolkenschicht „versteckt“ ist. Das tückische an dieser zwar energiearmen, dafür sehr langwelligen UVA-Strahlung ist, dass der Körper keine Warnsignale, z. B. in Form einer Rötung, aufzeigt. Deshalb wird von vielen Menschen fälschlicherweise angenommen, dass die UVA-Strahlung ungefährlich sei. Die UVA-Strahlung gelangt tief in den menschlichen Körper bis in die Zellen der Dermis. Hautalterungen, Faltenbildung, Sonnenunverträglichkeit und Hautkrebs können die Folgen sein. Es lässt sich auf Dauer eine Bräunung der Haut erkennen, allerdings bildet die Haut durch die UVA-Strahlung keine natürliche Schutzschicht. (Ach übrigens: Künstliches Sonnenlicht, z. B. in Solarien, besteht überwiegend aus UVA. Ein „Vorbräunen“ für den Sommerurlaub macht somit im Solarium keinen Sinn.)

 

Die UVB-Strahlung

Die UVB-Strahlung ist etwas energiereicher, dafür etwas kurzwelliger. Diese Strahlen gelangen nicht durch eine Wolkenschicht. An sonnigen Tagen, die zum Schwimmen, Wandern, Fahrradfahren oder zum „Sonnenbaden“ motivieren, bist du dieser UVB-Strahlung demnach ganz besonders ausgesetzt. Glücklicherweise gibt es für diese Strahlung ein Warnsignal vom Körper, wenn du zu viel dieser Strahlen aufgenommen hast. Du wirst rot und es tut weh. Zu viel dieser Strahlung ist somit ebenfalls nicht gut und kann neben der Verbrennung auch zu Hautkrebs führen. Etwas Gutes hat UVB allerdings doch: Bei regelmäßiger Einwirkung von geringen Mengen an UVB bildet der Körper eine Art Schutzschild auf der äußersten Hautschicht.

 

Die richtige Sonnencreme

Beim Kauf einer Sonnencreme musst du also darauf achten, dass sowohl ein Sonnenschutz gegen UVA- als auch ein Sonnenschutz gegen UVB-Strahlung gewährleistet ist. Doch damit nicht genug. Des Weiteren musst du darauf achten, welchen Lichtschutzfaktor du benötigst. Der Lichtschutzfaktor ist die Zahl, mit der die Eigenschutzzeit deiner Haut multipliziert wird.

 

Beispiele intensiver Sonneneinstrahlung:

Bist du blass, liegt die Eigenschutzzeit deiner Haut bei etwa 2 bis 10 Minuten. Eine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von 30 erhöht diese Zeit um den Faktor 30 multipliziert.

 

Rechnung für einen Lichtschutzfaktor von 30:

Eigenschutzzeit von 2 Minuten * Lichtschutzfaktor 30 = 60 Minuten bzw. 1 Stunde
Eigenschutzzeit von 10 Minuten * Lichtschutzfaktor 30 = 300 Minuten bzw. 5 Stunden

 

Rechnung für einen Lichtschutzfaktor von 50:

2 Minuten * 50 = 100 Minuten bzw. 1 Stunde und 40 Minuten
10 Minuten * 50 = 500 Minuten bzw. 8 Stunden und 20 Minuten

Du erkennst also schnell, dass selbst ein Lichtschutzfaktor von 50 noch keine Garantie dafür ist, dass du den ganzen Tag bedenkenlos in direkter Sonneneinstrahlung verbringen kannst.

 

Die Richtlinien der Eigenschutzzeiten der Haut im Überblick:

Babyhaut => 0 Minuten (keine direkte Sonneneinstrahlung!!)
blass => etwa 2 bis 10 Minuten
leicht gebräunt => 10 bis 20 Minuten
gebräunt => 20 bis 30 Minuten

 

Das Risiko der Sonnencreme

Abschließend muss hier noch ein sehr wichtiger Punkt erwähnt werden. Eine handelsübliche Sonnencreme ist chemisch hergestellt. Du reibst dich demnach mit Chemie ein und gehst dann in die Sonne. Eine nicht ganz unbedenkliche Kombination, oder? Es besteht bei Toxikologen der Verdacht, dass eine Sonnencreme, die gegen Hautkrebs vorbeugen soll, selber hautkrebserregende Stoffe enthält.

 

Fazit:

Meide die Mittagssonne und übermäßige direkte Sonneneinstrahlung. Schütze deine Haut durch geeignete Kleidung. Ein Hut oder ein Kopftuch können dir ebenfalls Schutz vor der Sonne bieten. Such dir ein feines Plätzchen im Schatten und lass deiner Haut genügend Zeit, sich langsam an die Sonne zu gewöhnen.

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