Der richtige Platz zum Übernachten

Irgendwann wirst du schlafen müssen. Und wenn du schläfst, bist du bekanntlich sehr schutzlos. Investiere vor dem Schlafen die nötige Zeit zur genauen Betrachtung deines Schlafplatzes und der Umgebung, um einen erholsamen Schlaf genießen zu können.

 

Boden und Lage des Schlafplatzes

Wenn du mit einem Zelt unterwegs bist, dann wirst du dir einen Platz mit ebenerdigen Boden suchen. Achte dabei darauf, dass der Boden nicht sumpfig ist. Allerdings sollte der Boden auch nicht zu hart sein, damit sämtliches Regenwasser gut aufgenommen werden kann. Des Weiteren entferne alle Steine sowie ähnliche spitzen und harten Gegenstände, die sich unter deinem Zelt befinden. Wenn du eine kalte Nacht erwartest, kannst du dir mit Hilfe von Ästen und Zweigen eine natürliche Isomatte bauen, die dich vor dem kalten Boden schützt.

In einer Senke ist es eher neblig und voller Mücken. Zu weit oben ist es eher windig und das Risiko eines Blitzeinschlags bei einem Gewitter steigt.

 

Wind und Wetter

Achte außerdem auf die Richtung, aus der der Wind kommt. Ist der Wind zu stark, suche einen anderen Platz. Vielleicht gibt es in der Nähe einen Felsen oder etwas, das dich vor dem Wind schützen kann. Ein mäßiger Wind ist okay, aber bedenke, dass ein kalter Wind wiederum die Gefahr einer Unterkühlung mit sich bringt. Und nicht vergessen: Nur weil es um 22:00 Uhr noch einigermaßen warm ist, heißt es nicht, dass es um 04:00 Uhr immernoch so warm ist.

Die gewissenhafte Suche und Vorbereitung des Schlafplatzes ist Grundlage für eine erholsame Nacht.

 

Gefahren von oben

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Gefahren, die über dir lauern können. Gehe vom Schlimmsten aus und überprüfe, welche Äste, Bäume oder sogar Felsen bei einem Sturm auf dich fallen oder rollen könnten. Baue dein Lager nicht da, wo sich alte und verdächtig aussehende Äste befinden, die bei starkem Wind abbrechen und herunterfallen könnten. Das Gleiche gilt für sich neigende, vielleicht sogar teilweise entwurzelte Bäume und Geröll.

 

Du bist nicht allein im Wald

Achte auf Tierbehausungen. Als verantwortungsbewusster Bushcrafter gilt grundsätzlich, respektvoll mit der Natur umzugehen, nichts zu zerstören und den Ort genauso zu verlassen, wie er aufgefunden wurde. Dieser Grundsatz gilt nicht nur für Pflanzen, sondern auch für die Tiere. Die meisten Tiere werden dir auf deiner Reise aus dem Weg gehen. Sei es entweder, weil du zu laut bist, oder, weil dein Geruch dich verraten hat. Meide es dementsprechend, den Rückzugsort der Tiere durch deine Anwesenheit einzuschränken.

 

Keine Nahrung in und am Schlafplatz

Ganz egal, wo du dich auf deiner Reise befindest: Dein Essen hat in und an deinem Schlafplatz nichts zu suchen. Gerade in Gebieten mit Raubtieren, wie zum Beispiel einer Bärenpopulation, ist dies lebensgefährlich. Sorge dich demnach darum, dass sich dein Zelt oder deine Hängematte nicht direkt an deiner „Küche“ befindet. Neben den Raubtieren werden auch Insekten durch dein Essen oder deiner Essensreste angelockt. Und mit denen möchtest du dir doch sicher nicht den Schlafplatz teilen, oder?

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