Ich esse roh und vegan, weil …

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Auf jeder Reise lerne ich tolle und interessante Menschen kennen. Wir haben wertvolle Gesprächsthemen und eine spannende, aufgeschlossene gemeinsame Zeit. Früher oder später und allerspätestens beim Abendessen werde ich allerdings auf meine Ernährung angesprochen. Denn auf meinem Teller und auch vorher in meinem Einkaufskorb befinden sich weder ein fettiger Schinken oder teures Fleisch, noch Milchprodukte wie Joghurt oder Käse.

Stattdessen reihen sich Äpfel, Bananen, Paprika, Tomaten, wenn möglich Avocado und Broccoli sowie ein paar Nüsse aneinander.

Doch warum?

Die Antwort ist im Grunde ganz einfach: Gemüse und Früchte bringen mehr Energie, sind gesünder und sie sind günstig. Und meinen tierischen Kollegen gefällt es ebenso.

 

Mehr Energie für volle Leistungsfähigkeit

Bist du schon einmal nach einem ausgiebigen Mittagessen gewandert oder hast versucht, Sport zu treiben? Wenn ja, dann wirst du festgestellt haben, dass körperlich anstrengende Aktivitäten kaum möglich sind. Möglicherweise musstest du dich sogar übergeben.

Kein Wunder, denn fettiges Fleisch und andere gekochte (und somit tote) Zutaten sind für den menschlichen Körper nur sehr schwer verdaulich. Der Körper benötigt eine bedeutende Menge an Energie, um diesen ganzen ungesunden Kram zu verdauen. Genau diese Energie fehlt dem Körper, um weiterhin volle Leistung zeigen zu können. Dies ist auch der Grund, warum viele Menschen nach dem Mittagessen ein Schläfchen benötigen.

Ich allerdings möchte tagsüber keine Müdigkeitsphase bewältigen – erst recht nicht, wenn mein Körper weiterhin volle Leistung bringen soll. Eine kleine Umstellung der Ernährung kann schon die Lösung sein.

Fette, Proteine, Kohlenhydrate – dies sind die drei Komponenten, aus die unser Körper Energie gewinnt. Jede dieser drei Komponenten ist in Obst und Gemüse zu finden. Nüsse und Samen sind beispielsweise reich an Proteinen bzw. Eiweißen, die Avocado ist zum Beispiel reich an Fetten. Doch anders als bei den ungesunden Fast Food-Fetten, handelt es sich hier um gesunde Fette, die unser Körper sehr willkommen heißt und sogar dringend benötigt.

Insbesondere in Früchten ist eine Menge leicht verdaulicher Kohlenhydrate zu finden. Die Verdauung der Kohlenhydrate beginnt bereits im Mund über Speichel und Schleimhäute, sodass die Nahrung direkt in wertvolle Energie umgewandelt werden kann. Volle Power und Leistungsfähigkeit sind die Folge.

 

Weniger Belastung der Geldbörse

Ein Besuch im Restaurant kostet mit Getränk locker 12,- bis 15,- Euro. Und macht meist nicht satt. Mit der Zeit empfinde ich auch keinen Genuss, die Atmosphäre des “Essen-Gehens” zu erleben. Kurz gesagt erkenne ich keinen Vorteil im Restaurant.

Für 6,- bis 8,- Euro gibt es im Supermarkt oder entsprechenden Obst- und Gemüseläden eine riesige Portion reichhaltiger, gesunder Lebensmittel. Schmeckt meist besser als im Restaurant und sättigt mehr.

 

Mehr Gesundheit für den Körper

Ist dir eigentlich klar, wie viel Giftstoffe in dem “normalen” Essen stecken? Hormone, Antibiotika, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Aromen, Farbstoffe und und und …

All diese Giftstoffe nimmst du über deine Nahrung auf, sofern du dich weiterhin von dem “normalen” und ungesunden, industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln wie Fleisch, Milch und Käse sowie Fertiggerichten und Produkten von Kentucky-Mc-King ernährst.

Dass gefühlt jeder Dritte aufgrund dieser Giftstoffe an Krebs erkrankt, ist bei kurzem Innehalten keine Überraschung.

Gemüse und Früchte sind im Gegensatz dazu deutlich gesünder.

Sie helfen deinem Körper, die nahezu unendlichen Giftstoffe aus deinem Körper herauszuspülen.

Schon nach ein paar Wochen und auf jeden Fall langfristig wirst du eine deutliche Verbesserung deiner Lebensenergie sowie körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit spüren.

 

Von nun an gar kein Fleisch mehr?

Zugegeben – ich würde es als Einschränkung empfinden, wenn ich kein Fleisch, keinen Fisch oder keinen Käse essen dürfte und jegliche gekochte Speisen meiden müsste. Genauso finde ich den Gedanken überhaupt nicht schön, wenn ich daran denke, dass meine Freunde ein spezielles “Zusatzgericht” beim nächsten gemütlichen Grillabend zubereiten würden.

Nein, ganz im Gegenteil. Ich möchte mich nicht einschränken. Zu besonderen Anlässen mit Freunden und Verwandten esse ich gerne ein, zwei oder drei saftige Steaks. Doch immer mit dem Wissen, dass ich in diesem Moment “sündige”.

Doch dieses Wissen ist entscheidend. Denn mithilfe dieses Wissens bin ich in der Lage, bewusst temporär kurzfristig ungesund zu speisen, solange ich mich im Alltag bewusst gesund mit rohen, veganen, organischen und naturnahen Lebensmitteln ernähre.

 

“Ohne Fleisch fehlen dir die Proteine und du verlierst Muskeln!”

So einen Quatsch darf sich jemand, der sich hauptsächlich vegan, roh und mit naturbelassenen Produkten ernährt, des Öfteren von seinen unwissenden Mitmenschen anhören.

Genau das Gegenteil ist der Fall: Durch organische, rohe und gesunde Nahrung bildet der Körper viel eher und deutlich schneller Muskelmasse auf.

 

Weitere Gründe:

1) Milch von Kühen ist wichtig für das Kalb, nicht für den Menschen

Woher kommt die uns bekannte typische Kuhmilch? Von den Kühen, richtig.

Wann gibt eine Kuh Milch? Nach der Geburt des neugeborenen Kalbs, um es mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen und den Wachstum dieses Kalbs voranzutreiben.

Doch warum trinkt ein Mensch diese Kuhmilch? Ist der ausgewachsene Mensch ein Baby? Oder ist der ausgewachsene Mensch ein Rind?

Nein, weder noch. Der Mensch braucht keine Kuhmilch. Weder um zu wachsen, noch um Proteine aufzunehmen. Nach der Pubertät des Menschen ist ein weiterer Wachstum auszuschließen und Proteinquellen gibt es auch in pflanzlicher, natürlicher Nahrung.

Es gibt sogar Studien, die besagen, dass Kuhmilch krankmacht und Krebs verursacht.

 

2) “Der Mensch braucht Proteine, um Muskeln zu entwickeln!”

Diese Aussage ist (fast) wahr, wird aber von vielen Menschen falsch interpretiert.

Zuerst einmal: Die reine Anzahl der Muskeln ist bei jedem Menschen gleich. Auch ein durchtrainierter Muskelprotz hat exakt die gleiche Anzahl Muskeln wie die dünne Bohnenstange. Die Muskeln sind beim Durchtrainierten lediglich größer und ausgeprägter.

Des Weiteren sei gesagt: Muskeln lassen sich nicht allein durch Proteinzufuhr aufbauen. Natürlich braucht der Körper Proteine bzw. Eiweiße und die damit verbundenen Aminosäuren, um Muskelmasse aufzubauen, doch allein durch diese Zufuhr wird nichts passieren.

Ausdauernde, kräftige Muskelmasse entsteht in den Regenerationsphasen nach einer mittelmäßigen Belastung über einen längeren Zeitraum bei regelmäßigem Training.

Ohne Training und Belastung bringt dir selbst eine riesige Menge an Proteinen nichts. Statt sich Sorgen darum zu machen, nicht genug Eiweiß zu bekommen, sollte sich der Mensch lieber Sorgen machen, sich gesund zu bewegen und genügend Sport zu treiben.

Aber: Kurzfristige hohe Belastung bringt keinen Effekt. Der Körper kennt die hohe Belastung nicht und wird darauf mit Schmerz reagieren. Erst eine langfristige mittelmäßige Belastung führt zu mehr Muskelmasse. (Dies ist übrigens ein weitverbreiteter Fehler von Anfängern im Bodybuilding.)

 

3) Proteinquellen

Proteine befinden sich nicht nur in Fleisch und Milch, sondern in sehr vielen rein pflanzlichen Lebensmitteln.

Selbst in einer Banane befindet sich eine kleine Menge Proteine.

Wahre Proteinbooster sind Samen und Wurzeln. Dies sind die Bereiche der Pflanze, die für die Fortpflanzung bzw. für die Vermehrung und für den Wachstum der Pflanze zuständig sind. Diese Partien sind wahre Reservoirs an reichhaltigen und hochwertigen Nährstoffen und Proteinen, die einerseits deutlich einfacher vom menschlichen Körper aufgenommen sowie verdaut werden können und andererseits unserem Körper langfristig nicht schaden, sondern verstärken.

 

4) Ausdauertraining vs. Maximalkrafttraining

Ich bin kein Fan von Maximalkraft. Wenn du deine Maximalkraft trainieren möchtest, habe ich damit kein Problem. Schade empfinde ich es, wenn Steroide und andere synthetische Mittel verwendet werden, um Muskeln künstlich aufzupushen.

Viel wichtiger ist für mich die Kraftausdauer, denn dies ist die Kraft, die ich bei meinen Reisen, Touren, Erlebnissen und Abenteuern benötige. Mir bringt es keinen Vorteil, wenn meine Muskeln für einen kurzen Zeitraum eine nahezu unmenschliche Leistung aufbringen könnten. Entscheidend ist für mich vielmehr, notfalls 24 Stunden am Stück eine mittelmäßige Leistung aufzubringen. Sowohl körperlich als auch geistig. Ohne Erschöpfung. Ohne schlechte Laune. Ohne Resignationszustände.

Bear Grylls – der wohl bekannteste Outdoor-Experte der Welt – sagt in seiner Autobiografie, dass wir Abenteurer, Bushcrafter und Pfadfinder “dafür trainiert sind, ’normale‘ Leute zu überlisten und leistungsmäßig zu übertreffen, und diese Fähigkeiten sind weitgehend ein Ergebnis von richtigem Essen und klugem Training.

 

5) Gesunde, organische und naturnahe Ernährung

Mit einer langfristig gesunden Ernährung kann ich problemlos jede Hürde, die sich mir während meiner Touren und Abenteuer in den Weg stellt, bewältigen.

Zur gesunden Ernährung gehört chlorophyllhaltiges, grünes Gemüse wie Spinat, Mangold und Rucola oder auch Wildkräuter wie Brennnesseln, Spitzwegerich und Löwenzahn sowie süße, wasserspendende Früchte wie Äpfel, Bananen, Trauben, Beeren und Melonen.

 

6) Train your mind

Schon einmal schlechte Laune gehabt, weil der Hunger zu groß wurde? Dies ist ein typisches Zeichen von ungesunder und unnatürlicher Ernährung.

Wer sich hingegen gesund ernährt und seinen Geist trainiert, entwickelt langfristig eine Immunität gegen schlechte Laune und gegen heißhungrige Gefühle, weil der Körper durch die gesunde und reichhaltige Nahrung bestens mit den wichtigsten Nährstoffen und Vitaminen ausgerüstet ist.

Ein Tag ohne Essen? Kein Problem.

 

Zusammenfassung:

Ich esse roh und vegan, weil diese Form der Ernährung gesünder und günstiger ist sowie meine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit vorantreibt.

Darüber hinaus schmeckt rohe und rein pflanzliche Nahrung meiner Meinung nach besser als gekochte und mit Geschmacksverstärkern verseuchte Nahrung.

Quasi eine Win-win-win-win-win-Situation.