Jubiläum: Ein Jahr Treat of Freedom

In den Artikeln, die ich hier auf www.treat-of-freedom.de/blog/ veröffentliche, möchte ich dir stets einen Mehrwert liefern. Ich mache Produkttests, um dir interessante und bewährte Ausrüstungsgegenstände für deine Touren nahezulegen. Ich schreibe verschiedene Ratgeber, worauf du bei deinen Reisen achten solltest. Und ich zeige dir ein paar interessante Bilder und Videos, die dich für deine zukünftigen Touren und Reisen inspirieren sollen.

Doch diesen Artikel zum einjährigen Jubiläum widme ich einmal ganz mir selbst und Treat of Freedom. Was habe ich in diesem Jahr gelernt? Was hat mich beeinflusst? Und was hat mich zum Nachdenken angeregt? Vieles, was mir durch den Kopf geschossen ist.

 

Es tut mir gut, mehrmals im Jahr zu reisen

Früher war es so, dass ich mir vorgenommen hatte, mindestens einmal im Jahr zu verreisen. Das klang so “normal”. Im Alltag steht der Job an erster Stelle und mindestens einmal im Jahr geht’s ab in den Urlaub. So wie es “die Anderen” auch machen.

Heute denke ich nicht mehr so, weil eine Begrenzung auf “einmal im Jahrvöllig willkürlich ist.

Was hindert mich daran, zweimal, dreimal, viermal oder zehnmal im Jahr zu verreisen? Lust hätte ich. Motivation auch. Also liegt es doch nur an der Zeit und am Geld. Nicht wahr?

 

Zeit

Die Zeit ist ein heikles Thema. Die meisten Menschen haben grundsätzlich zu wenig Zeit. Zu viel Arbeit im Beruf. Zu viel Arbeit im Haushalt. Zu viel Arbeit, weil … “ist einfach so.

Für mich klingt das häufig nach einer faulen Ausrede, einer Aktion ala “ich-belüge-mich-mal-wieder-selbst” oder – etwas diplomatischer – der Unwissenheit gegenüber Zeitmanagement.

Wie viele Stunden sitzen wir pro Woche vor dem Fernseher? Wie viele Stunden verbringen wir pro Woche bei Facebook und schauen uns Katzen an, die vor eine Glasscheibe knallen? Wie viele Stunden machen wir nichts und langweilen uns?

In jeder Minute, in der wir uns langweilen, können wir etwas Vernünftiges anstellen. Etwas, das uns Spaß macht. Etwas, das das Leben lebenswerter macht. Den Arsch plattsitzen kann man auch noch, wenn man tot ist.

Manchmal bedeutet “Das-Leben-lebenswerter-machen”, dass wir einen kleinen Umweg machen müssen. Blogs lesen, Sachbücher lesen, den eigenen Horizont erweitern, neue Möglichkeiten entdecken, sich selbst weiterentwickeln. Mit diesem neuen Wissen ist so unendlich viel möglich, um das Leben lebenswerter zu machen.

„Du kannst dein Leben nicht verlängern, noch verbreitern, nur vertiefen.“ – Gorch Fock

Die Faulheit, sich nicht aufraffen zu können und sich lieber vom TV berieseln zu lassen, mag in vielen Bereichen des Lebens als Ausrede genommen werden, aber doch bestimmt nicht, wenn es darum geht, das Leben interessanter zu gestalten.

Zeit ist immer da. Wir müssen sie nur sinnvoll nutzen oder sie uns nehmen. Für uns. Für unser Leben. Nicht für das Leben eines anderen. Nur für uns selbst. Damit wir glücklich sind.

 

Geld

An dieser Stelle steht im Allgemeinen Folgendes: “Kündige deinen Job. Such dir ‘nen besseren. Verdiene mehr Geld. Genieße dein Leben.

Möglich, aber nicht der einzige Weg.

Den Job zu kündigen und sich einen besseren zu suchen, ist möglich, aber nicht einfach. Zu dieser Entscheidung gehört eine Menge Mut. Viele Menschen sind froh, dass sie überhaupt einen Job haben. Viele Menschen fühlen sich wohl in ihrem aktuellen Job. Viele Menschen sind mit der Entscheidung, ihren Job zu kündigen, schon ganz gewaltig auf die Fresse gefallen.

Allerdings haben mit diesem Mut schon sehr viele Menschen nicht nur sich selbst, sondern auch den Weg zu einem besseren Leben gefunden. Wie gesagt: Alles ist möglich. Ob es für dich eine Option ist? Naja, darüber kannst du ja mal nachdenken.

Beim Thema Geld gebe ich stattdessen den Tipp, nicht unbedingt mehr Geld zu verdienen, sondern sofort damit anzufangen, weniger Geld auszugeben. Das ist viel einfacher. Unabhängig vom Bildungsstand, unabhängig von der sozialen Herkunft, unabhängig von den Berufschancen.

Sparen kann jeder. Es ist nur eine Frage der Einstellung.

Luxusgüter? Unzählige Abonnements? Ständig Fast Food und Diskobesuche? Nein, das muss nicht sein.

Spätestens mit dem Launch von Treat of Freedom vor einem Jahr hat sich mein Leben durch diverse Sparmaßnahmen drastisch verändert. Und dabei fühle ich mich nicht einmal eingeschränkt. Ich gebe einfach weniger Geld für nutzlose und belanglose Dinge aus. Ich achte stets darauf, nur Dinge zu kaufen, die mich in meiner persönlichen Entwicklung voranbringen.

Wenn dann noch Geld übrig war oder ist, gönne ich mir ein tolles Feature zur Erweiterung meiner Ausrüstung.

Ergo: Mehr Geld zu verdienen ist eine Variante, aber deutlich einfacher ist es, weniger Geld auszugeben. Beim Sparen gibt es eine Menge Möglichkeiten und viele davon lassen sich direkt morgen anwenden.

Tipps und Tricks zum Geld sparen findest du hier.

 

Motivation

Motivation in vielerlei Hinsicht. Einerseits die Motivation, zu verreisen und fantastische Abenteuer zu erleben. Andererseits die Motivation, hart für sein Geld zu arbeiten und die Bereitschaft zu zeigen, dieses hart erarbeitete Geld für weitere Reisen und Touren zu sparen.

Ich erinnere mich noch gut an die Zeit direkt nach meinem Studium. Ein bisschen jobben, etwas Geld verdienen, um anschließend genau dieses Geld auf den sprichwörtlichen Kopf zu hauen.

Wenn ich mit meinen Kumpels unterwegs war, hieß es meist: “Ach was soll’s. Klar, das gönnen wir uns. Das Geld kommt ja jeden Monat neu.

Obwohl wir immer eine Menge Spaß hatten (und Spaß gehört meiner Meinung zu den wichtigsten Dingen im Leben), habe ich dieses post-pubertäre Verhalten mit der Zeit abgelegt. Mir wurde klar, dass ich mit dem Geld viele Reisen und Touren starten kann, die mir noch viel mehr Spaß bereiten. Darüber hinaus mache ich unglaublich wichtige Erfahrungen, die mir keiner mehr nehmen kann und die ich in diesem Blog an dich weitergeben möchte.

Heute ist für mich Arbeit nicht nur Arbeit. Heute bedeutet Arbeit, gezielt Geld für weitere Reisen zu verdienen.

Oder wie es Owen Wilson in “Ich, du und der andere” übersetzt zu sagen pflegte: “Ich lebe nicht, um zu arbeiten, sondern ich arbeite, um zu leben.

 

Bin ich ein Survival-Experte?

Eine ähnliche Frage hat mir Laura gestellt. Das Interview findest du hier.

Es gibt mittlerweile so viele (selbst ernannte) “Experten” beim Thema Outdoor und Survival. Die Zahl dieser “Experten” steigt täglich gefühlt um einen zweistelligen Wert.

Sollte ich ein Experte sein, dann nur deshalb, weil andere das meinen und mir vertrauen. Aber nicht deshalb, weil ich mich dazu selbst ernenne.

Außerdem halte ich wenig von Parolen wie “Das-ist-der-einzige-Weg” oder “So-und-nicht-anders”. Jeder macht seine eigenen Erfahrungen und das erachte ich nicht nur als richtig, sondern auch als extrem wichtig. Nur die eigenen praxisnahen Erfahrungen sind wirklich zielführend.

Sogar das Wort “Survival” möchte ich möglichst wenig benutzen, weil es meiner Meinung nach in den Medien und bei den “Experten” viel zu oft verwendet wird. Ich benutze lieber den Begriff “Bushcraft”, weil als Steigerung des Campings das Bushcraften in seiner Definition ungefähr das umfasst, was ich unterwegs mache.

Ob ich dabei als Survival- oder Bushcraft-Experte wahrgenommen werde, ist mir recht egal. Um diesen Status geht es mir nicht. Als Experten würde ich mich vielleicht in 20 Jahren bezeichnen. Da draußen gibt es so viel zu entdecken und zu lernen. Mit meinen 27 Jahren Lebenserfahrung wäre da ein Expertenstatus meiner Meinung nach viel zu früh.

Vielmehr geht es mir darum, andere Menschen – wie dich – zu inspirieren, ein geiles, einzigartiges und fantastisches Leben zu führen und neue Erfahrungen zu machen.

 

Eine Bitte an alle Leser

Manchmal frage ich mich selbst, ob ich meine Gedanken überhaupt so transportiere und niederschreibe, dass sie verständlich sind und jeder Leser meinen Gedanken folgen kann. Zugegebenermaßen bin ich mir da häufig nicht so sicher. Ständiges Hinterfragen bzw. die Selbstanalyse ist aber für die eigene Entwicklung gar nicht so verkehrt. Sie ist sogar sehr wichtig.

Aus diesem Grund liegt mir dein Feedback sehr am Herzen und du kannst aktiv dabei mithelfen, Treat of Freedom weiter zu verbessern. Deshalb möchte ich dich bitten … nein, auffordern, dich bei Facebook und Co. aktiv zu beteiligen, die Beiträge zu liken, zu teilen und einen Kommentar mit deiner Meinung und deiner eigenen Erfahrung zu hinterlassen.

Darüber würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank schonmal im Voraus.

 

Jetzt noch einige Statistiken zum ersten Jahr von Treat of Freedom

Besucherzahlen:

4.281 einzigartige Besucher
18.617 aufgerufene Seiten
2.361 Follower und Fans auf Facebook, Google+, Twitter und YouTube

 

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Ein Jahr Treat of Freedom. Ich sage: herzlichen Glückwunsch.

Doch ab heute beginnt direkt der Blick auf das zweite Jahr. Ich selbst bin gespannt, was noch kommt. Ich hoffe, du auch.

Viele Ideen stehen bereits in meinem Notizbuch. Es wird wahrscheinlich schwierig, wirklich alle Ideen umzusetzen. Doch ich versuche, möglichst viel mit dir zu teilen. Vielleicht ist weiterhin die ein oder andere Inspiration für dich dabei.

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Zum Schluss möchte ich mich bei allen Lesern, Facebook-Fans, Twitter-Fans und Newsletter-Abonnenten bedanken. Ohne treue Leser gäbe es Treat of Freedom nicht. Vielen vielen Dank dafür!!

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