Jubiläum: Zwei Jahre Treat of Freedom

Wowwww….. Es sind nun schon wieder zwei Jahre vergangen, seitdem ich Treat of Freedom offiziell gelauncht habe.

Und obwohl ich mich auf das Leben im Hier und Jetzt konzentriere, ist es – während ich diese Zeilen schreibe – ein sehr schönes Gefühl, kurz über die Vergangenheit nachzudenken. Denn seit des Launches am 05. Mai 2014 hat sich eine Menge verändert. Allein seit des letztjährigen Jubiläums zum ersten “Geburtstag” hat sich Einiges getan.

 

Der erweiterte YouTube-Kanal

Na, wer kennt sie noch? Die ersten Videos auf dem YouTube-Kanal bestanden aus aneinandergereihten Fotos mit unterlegter Musik. Sie gefallen mir noch heute. Sie sind und bleiben sehr spirituell. Wunderbar zum Zurücklehnen und zum Genießen. Doch sie sind und bleiben aber auch eines: unpersönlich.

Dies hat sich mit der “1. Staffel” der täglichen Video-Dokumentationen schlagartig verändert. Mit dem Start des Camino de la Costa in Nordspanien auf einem der Jakobswege inklusive der bekannten Naturbilder kamen die sogenannten Content-Parts hinzu. Und diese heben den kompletten Kanal noch einmal auf ein ganz neues Niveau.

Als ich vor zwei Jahren mit Treat of Freedom startete, wollte ich einen bushcraft-lastigen Reiseblog, um mein Wissen und meine Erfahrungen in diesem Bereich weiterzugeben, um die grundlegenden Bushcraft-Skills aufzuzeigen und um darauf aufmerksam zu machen, was mit diesen Fähigkeiten in der Welt möglich ist. Ein Leben mit der Natur, welches unsere echte Freiheit auf diesem Planeten noch einmal verdeutlichen sollte.

Dieser Gedanke der “echten Freiheit” hat sich nach und nach in eine umfassende Denkweise entwickelt, die mehr beinhaltet als nur das eine Thema des Bushcrafts bzw. des Survivals. Mein Blog hat sich sukzessive zu einem gesellschaftskritischen, ganzheitlichen Outdoor-Blog entwickelt.

Mit dieser Entwicklung bin ich sehr zufrieden.

Denn was bringt das beste Outdoor-Abenteuer ohne die richtige, leistungsorientierte Ernährung? Was nützt es, die besten Reisetipps zu bekommen, wenn man selbst nicht die Zeit hat, um eine Reise zu starten? Was nützt es, die besten Bushcraft-Kenntnisse zu haben, wenn die Grundeinstellung zu Geld nicht stimmt? Was nützt es, ständig seine Naturverbundenheit kundzutun, wenn man weiterhin maßlos konsumiert?

Wenn wir uns verändern wollen, ist mehr vonnöten, als nur ein Hobby auszuüben. Natürlich ist ein Hobby – wie beispielsweise das Bushcraften – wichtig, um glücklich zu sein und eine gewisse Balance zum stressigen Berufsalltag zu finden. Doch ein Hobby ist eben nur ein Hobby – zumindest dann, wenn es nur halbherzig verfolgt wird.

Um wirklich etwas zu verändern, gehört mehr dazu, als nur ein halbherziges Hobby zu haben.

Es bedarf einer tiefen Leidenschaft, einer unendlichen Begeisterung und einem unbrechbaren Willen, auch in schwierigen Situation weiterhin Vollgas zu geben.

Wenn du diesen Artikel über die Wanderung auf den Pico Turquino gelesen hast, wirst du gespürt haben, welche körperlichen Anstrengungen dich bei einer Gipfelerklimmung erwarten können. Eine körperliche Anstrengung jedoch können wir vergleichsweise einfach meistern. Wir glauben an uns, quälen uns, kämpfen uns durch. Wir beißen auf die Zähne und schaffen etwas, das wir zuvor als unmöglich hielten.

Warum? Weil die Hormone mitspielen und uns antreiben. Ähnlich wie bei der Todesangst, in der uns das Adrenalin zu unmenschlichen Fähigkeiten verhilft.

Doch was ist im Alltag, ohne entsprechender Hormone, die uns den nötigen Schub geben? Welchen Antrieb haben wir, uns dauerhaft klarzumachen, dass dieses Leben unser Leben ist, in dem wir glücklich werden wollen? Ein Leben, dass wir wirklich leben und in vollen Zügen genießen.

Kurzfristig können Träume dabei helfen, aktuell eine Kurskorrektur vorzunehmen. Doch schon nach kurzer Zeit geht die anfängliche Motivation verloren und die Träume werden mit Sätzen wie “Naja, es sind halt nur Träume” verworfen.

Meiner Meinung nach ist der effizientere und langfristige Weg zu einem glücklicheren Leben, das Bewusstmachen zu praktizieren. Bewusstmachen in möglichst vielen Situationen des Alltags.

Was mache ich gerade? Was mache ich gerade bewusst?
Was esse ich gerade? Esse ich gerade bewusst? Genieße ich das leckere Essen wirklich oder schaufele ich es nur in mich hinein?
Wo befinde ich mich gerade? Bin ich glücklich dort, ich mich gerade befinde? Habe ich diesen Ort bewusst gewählt?
Welche Menschen umgeben mich gerade? Sind es bewusst die Menschen, mit denen ich gerade meine Zeit verbringen möchte?

Wie du siehst, gibt es im Alltag ganz banale Beispiele, um das Bewusstmachen zu praktizieren. Wer dies verinnerlicht und diese Denkweise gedanklich zu einem Automatismus weiterentwickelt, lebt nicht nur bewusster, sondern verbringt seine kostbare Lebenszeit genau so, wie sie gewünscht wird.

 

Wie geht es weiter mit Treat of Freedom?

Aktuell steht weiterhin die “2. Staffel” auf YouTube an. Hier werden in den nächsten Tagen weitere Folgen der Rundreise in Malaysia veröffentlicht.

Weitere Reisen sind noch nicht konkretisiert, aber da bin ich weiterhin sehr flexibel und überaus spontan.

Des Weiteren möchte ich noch stärker in das Thema der Selbstversorgung einsteigen. Selbstverständlich möchte ich zu gegebener Zeit auch hierzu meine Erfahrungen weitergeben.

Zu guter Letzt möchte ich vorab den kommenden Onlinekurs ankündigen. In vielen Kommentaren und E-Mails erreichen mich Fragen, die sich im Kern sehr überschneiden. Viele Menschen erwarten allerdings eine Antwort, die das eigene Leben schlagartig verändert. Als müsse nur ein Schalter umgelegt werden. Doch eine tiefgründige Veränderung ist immer ein Prozess.

Deshalb erarbeite ich auf Grundlage der eingereichten Fragen einen umfangreichen Kurs, der auf diesen Prozess eingehen wird, um die langfristigen Schritte einzuleiten. Da dies eine Menge Arbeit ist und dementsprechend Zeit in Anspruch nimmt, kann ich aktuell noch keinen Termin verkünden. Über Facebook halte ich dich natürlich auf dem Laufenden.

 

Nun einige Statistiken des zweiten Jahres von Treat of Freedom

17.781 einzigartige Besucher
99.596 aufgerufene Seiten
2.438 Fans auf Facebook
534 Follower auf YouTube

 

Die beliebtesten Artikel des letzten Jahres:

 

Zum Schluss möchte ich mich bei allen Lesern, Facebook-Fans, YouTube-Follower und Newsletter-Abonnenten bedanken. Ohne treue Leser und Zuschauer gäbe es Treat of Freedom nicht. Vielen vielen Dank dafür!!

11 Comments Jubiläum: Zwei Jahre Treat of Freedom

  1. Andrea 9. Mai 2016 at 17:33

    Hi Tobi, erst einmal Glückwunsch zum 2-jährigen !! Ich finde es sehr spannend, wie sich dein Blog entwickelt hat und wie du auch deine Videos auf You Tube verändert hast. Es macht mir nach wie vor super viel Freude alles zu lesen und mit zu verfolgen.
    Ich entdecke hier auf deinem Blog immer wieder noch Texte von dir, die mich sehr ansprechen und inspirieren, auch wenn ich kein Bushcrafter und Abenteurer bin, und meine erste Mini-Backpacker-Tour letzte Woche schon auf halber Strecke gescheitert ist. Aber ich hab es versucht und ich mache es sicher schon sehr bald wieder, dann mit ein paar mehr Erfahrungen.

    Deine Pläne mit der Selbstversorgung und deinem Kurs hören sich auch richtig gut an und ich warte sehr gespannt auf deine neuen Beiträge dazu.
    Also, auf die nächsten 2 Jahre !!!
    LG Andrea

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    1. Tobi 9. Mai 2016 at 20:24

      Hi Andrea,
      schön, wieder von dir zu hören! Und dann noch so einen tollen Kommentar. Es freut mich sehr, deine Worte zu lesen! Weitere Texte, Videos, Bilder und vieles mehr werden natürlich bald folgen. 😉

      Allerdings: Nach der halben Strecke gescheitert? Magst du verraten, woran es gelegen hat?

      Reply
  2. Andrea 14. Mai 2016 at 9:34

    Ist mir ein bisschen peinlich, aber ich musste meinen Weg tatsächlich abbrechen, weil ich die Schmerzen an den Füßen (5 Blasen, 3 zwischen den Zehen, schon nach dem ersten Tag) einfach nicht mehr ausgehalten hab. Jeder hatte mir gesagt, bloß nicht aufstechen, also hab ich immer brav Blasenpflaster geklebt und die Zähne zusammen gebissen. Am 5.Tag hab ich nur noch geheult und bin dann nach Hause gefahren.
    Das war also mein 1. Versuch, ein kleines Stück eines deutschen Jakobsweges zu gehen (geplant waren 8 Tage). Ich weiß bisher noch nicht, warum es so kam. Die Wanderschuhe hab ich seit einigen Jahren, war damit in der sächsischen Schweiz unterwegs und auch mehrmals in den Voralpen. Nie hatte ich auch nur eine Blase. Ich hab mit allem gerechnet, z.B. dass mir der Rücken Probleme macht oder die Hüfte oder die Schultern, aber das alles war wunderbar. Die erste Tagesetappe war sehr lang (30 km + einmal verlaufen), vielleicht war das einfach zu viel. Keine Ahnung. Nach der ersten Enttäuschung und Wut, überwiegt inzwischen die Freude darüber, es versucht zu haben und die Vorfreude auf die nächste Tour. Die Begegnungen unterwegs, die riesige Gastfreundschaft und viele tolle Gespräche, das ist das was mir in guter Erinnerung bleiben wird und mir auch Mut macht, es schon bald wieder anzugehen. Dann mit kürzeren Etappen, noch weniger Gepäck (man lernt tatsächlich schnell was unnötiger Ballast war ;-)), viel weniger penibler Vorausplanung, und mal sehen, vielleicht auch mit anderen Schuhen.
    Danke für dein Interesse,
    liebe Grüße,
    Andrea

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    1. Tobi 16. Mai 2016 at 12:55

      Ach nein, das muss dir nicht peinlich sein. Wie du selbst schon sagst, ist es super, dass du überhaupt gestartet bist. Auch das sind tolle Erfahrungen, die man mitnehmen und eine Menge daraus lernen kann. Ein bisschen verwundert bin ich jedoch, dass du deine Blasen nicht aufgemacht hast. Mit so riesigen Wasserbomben hätte ich wahrscheinlich auch aufgegeben. 😉

      Schau dir am besten nochmal den Content-Part dieses Videos an:
      https://www.youtube.com/watch?v=cDWKm_8y6Fk

      Sehr cool finde ich auch deine Einstellung. Immer positiv denken! Prima!! 😉

      Reply
  3. Andrea 16. Mai 2016 at 17:21

    Hi Tobi,
    ich dachte mir schon, dass du mir den Content Part zum Thema Blasen ans Herz legen würdest. Ich hatte ihn auch noch wage in Erinnerung als ich unterwegs war, aber wie gesagt, JEDER hatte mir davon abgeraten. Nun ja, das passiert mir nicht wieder !! Wieder daheim, hab ich die Blasen, die noch geschlossen waren tatsächlich aufgemacht, der Schmerz war sofort weg und nach 2 Tagen waren sie schon fast verheilt. Ein Zeh verliert jetzt durch dieses ganze Dilemma den Nagel, das ist weniger schön, aber auch das wird verheilen. Also, genug von dieser Story. Ich hab daraus viel gelernt.
    Nun schaue ich schon, wohin mich die nächsten kleinen Reisen führen werden. Ich hab für die nächste Zeit „nur“ Wochenendtouren geplant, da ich jetzt erst einmal keine Urlaubstage habe.. Aber von Freitag bis Sonntag kann man hier im Norden auch schöne Ecken erkunden. Hauptsache raus und bewegen 🙂

    Was macht dein Garten ? Jetzt ist doch sicher schon eine Menge zu tun, oder ?
    LG

    Reply
    1. Tobi 17. Mai 2016 at 22:51

      Hi Andrea,
      ehrlich gesagt weiß ich nicht, woher so viele Leute ihr „Wissen“ herzaubern. Viele viele Menschen (auch auf dem Küstenweg) hatten immer wieder darauf hingewiesen, die Blasen nicht zu öffnen. Genau diese Menschen sind mit schmerzverzerrtem Gesicht und voller Unmut durch die Gegend gelaufen. Ständiges Jammern inklusive. Wahrscheinlich hat dies – so wie in vielen Fällen ebenso – einen übertriebenen Sauberkeitswahn oder eine Angst vor diversen Infektionen als Ursprung. Einige wenige konnte ich immerhin überzeugen, die Blase doch zu öffnen. Da waren alle sehr dankbar. =)

      Aus diesem Grund habe ich übrigens auch den Content-Part des angesprochenen Videos gedreht. Beim Thema „Blasen“ wird leider noch sehr viel Un- oder Halbwissen weitergetragen und somit falsch empfohlen. Rein hygienisch und infektionstechnisch ist es natürlich besser, eine Blase nicht zu öffnen. Einem (Fern-) Wanderer bringt das aber herzlich wenig. 😉

      Garten….hmmm…es wächst. Das muss ich aber noch genauer analysieren, bevor ich ein offizielles Statement abegeben kann. 😉

      Liebe Grüße,
      Tobi

      Reply
  4. Andrea 18. Mai 2016 at 6:10

    Wahre Worte ! Was bringt es einem, voller Schmerzen zu gehen. Man ist ja nur noch damit beschäftigt, und der Kopf ist nicht frei, überhaupt noch irgend etwas um sich herum bewusst wahrzunehmen außer Schmerz, Schmerz, Schmerz bei jedem Schritt. Hab ich ja gemerkt. Gestern sprach ich mit einer Ärztin darüber. Sie erzählte mir, dass sie mit ihrem Mann auch gern und weit wandert, und mit den Blasen macht sie es genau wie du. Aufstechen und manchmal auch einen Faden durchziehen. Ihren Patienten rät sie davon aber strikt ab, aus „Infektionsschutzgründen“. Ist doch echt absurd.

    Dann warte ich nun mal gespannt, was du über deine Erfahrung im Garten berichten wirst, wenn es denn so weit ist. Bis dann, genieße den Frühling.
    Liebe Grüße

    Reply
  5. Rike 26. Mai 2016 at 0:23

    Hallo Tobi,

    ich bin noch ganz neu auf deinem Blog unterwegs und sehr fasziniert von dem was du tust und total begeistert. Herzlichen Glückwunsch zu den zwei Jahren übrigens, die du hier schon erfolgreich deinen Blog mit spannenden Themen füllst!
    Ich bin noch ganz am Anfang meine eigenen Reiseerfahrungen über lange Strecken und Zeiträume zu sammeln. Mein Ziel ist es viele Orte abseits des Touristengedrängels zu bereisen und vor allem richtig wahr zu nehmen. Danke hierbei für neue Inspirationen, meinem Ziel etwas näher zu kommen.

    Wie hast du es geschafft, dein Leben so extrem umzustellen? Es ist ja neben den Kosten vielmehr ein Zeitproblem, um lange Reisen machen zu können. Wie hast du damit angefangen?

    Ich werde also noch ein bisschen weiter in deinen Blogs schmökern,
    liebe Grüße,
    Rike

    Reply
    1. Tobi 26. Mai 2016 at 21:55

      Hi Rike,
      vielen Dank für deinen Kommentar, für das Feedback und natürlich auch für die Glückwünsche. Es freut mich sehr, dass dir mein Blog gefällt und dass du einige Inspirationen für eine glückliche Zukunft mitnehmen kannst.

      Naja, auf meine Lebensumstellung würde ich dir gerne eine simple Antwort geben. Kann ich aber leider nicht. Denn eine Veränderung in diesem Maße besteht nicht nur aus einem Schalter, der mal eben umgelegt wird. Vielmehr ist es ein langer Prozess, in dem sich im Kopf einiges verändern muss.

      Wie weiter oben in diesem Artikel bereits angekündigt, drehe ich gerade einen Onlinekurs, der genau diese Thematik aufgreift. Bis dahin bitte ich allerdings noch um ein wenig Geduld. 😉

      Ich wünsche dir viel Spaß beim Schmökern und dir alles Gute.

      Bleib gesund und liebe Grüße,
      Tobi

      Reply
  6. Andrea 22. November 2016 at 20:18

    Hi Tobi, lange nichts Neues mehr von dir gesehen und gelesen. Alles klar bei dir ? Was machen deine Pläne ?
    Wünsche dir eine schöne Vorweihnachtszeit.
    Liebe Grüße,
    Andrea

    Reply
    1. Tobi 23. November 2016 at 20:47

      Hi Andrea,
      keine Sorge, alles gut. 😉 Auch, wenn es zugegebenermaßen gerade etwas ruhiger ist, was Veröffentlichungen betrifft.

      Zurzeit liegt mein Fokus zu nahezu 100 Prozent auf dem Onlinekurs, den ich erstellen möchte, um anderen Menschen noch konzentrierter zu helfen.
      Ob ich den dieses Jahr noch fertigstellen kann, kann ich allerdings noch nicht versprechen.

      Weitere Artikel werden aber in Kürze folgen. Zumal ich noch gar nicht von dem Kurztrip nach Lanzarote berichtet habe. 😉

      Liebe Grüße,
      Tobi

      Reply

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