Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

Mit der Zeit habe ich festgestellt, dass wirklich viele Menschen interessiert am Bushcrafting sind. Der ein oder andere wusste hingegen nicht, dass es sowas überhaupt gibt. Wieder andere sind fest entschlossen und haben sogar bereits ihre Ausrüstung zusammen, aber sie wagen sich nicht alleine in die Natur. Doch warum?

Viele Anfänger haben ganz offensichtlich gewisse Ängste, weil sie meinen, dass sie noch nicht so viel draufhaben wie die Profis. Dabei wird allerdings vergessen, dass jeder Profi mal ein Anfänger war. Jeder heutige Profi war früher in der gleichen Situation, dass er erstmal klein anfangen musste.

 

Learning by Doing

Bevor du deine erste Bushcrafting-Tour antrittst, wirst du dir ein bisschen Theorie aneignen. Sei es über Bücher, andere Blogs oder Youtube. Das gehört dazu und ist völlig normal. Einfach ins kalte Wasser zu springen ist in der heutigen Zeit mit derart vielen Informationsquellen gar nicht nötig.

Es ist sogar wichtig, dass du gewisse Grundlagen kennst. Dazu gehört vor allem, dass du immer im Hinterkopf behältst, genügend Trinkwasser dabei zu haben und bereits im Voraus daran denkst, neues Trinkwasser zu bekommen. Wenn du dir erst über neues Wasser Gedanken machst, wenn dein bestehender Vorrat aufgebraucht ist, dann ist es längst zu spät. Eine gewisse Voraussicht ist daher jederzeit notwendig.

Wenn du dir das Wasser aus der Natur holst, dann wirst du auch ein paar Kenntnisse über die Wasseraufbereitung benötigen.

Die meisten Dinge lernst du allerdings, wenn du wirklich draußen in der Natur bist. Wenn du deine ersten Erfahrungen im Bushcrafting gemacht hast, dann hast du neben der Theorie auch direkt den Praxisbezug. Und genau dieser Praxisbezug ist viel wichtiger als stundenlang – oder gar monatelang – im stillen Kämmerlein zu sitzen und nur die Theorie zu lernen.

Geh raus in die Natur und fang erstmal klein an. Niemand kann und darf erwarten, dass du direkt in den australischen Busch auswanderst. Das wäre Selbstmord.

Fang erstmal klein an. Ein Tag oder ein Wochenende reichen für den Anfang. Dabei wirst du erste Erfahrungen machen. Nach und nach kannst du dann die Anzahl der Tage steigern und schon bald wirst du problemlos eine Woche in der Natur zurechtkommen. Ohne ein festes Zuhause. Auch ohne ein teures Hotel.

Und so wirst du Schritt für Schritt selber zum Profi.

Das Schwierigste ist demnach, sich selber aufzuraffen und den ersten Schritt zu wagen.

Außerdem wichtig: Warte nicht darauf, bis die richtige Zeit gekommen ist. Wenn du auf die richtige Zeit wartest, dann wirst du ewig warten. Du entscheidest, dass genau jetzt die richtige Zeit für dich gekommen ist.

Oder wie es William Shakespeare formulierte: “Das Schicksal liegt nicht in der Hand des Zufalls, es liegt in deiner Hand, du sollst nicht darauf warten, du sollst es bezwingen.”

P.S. Das gilt übrigens nicht nur für Bushcrafting oder Backpacking. Das gilt in nahezu allen Bereichen des Lebens. Du hast dein Schicksal selbst in der Hand. Also, auf geht’s.

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