Wie viel Geld brauchst du wirklich?

Mit wachsendem Gehalt steigt der Lebensstandard. Noch vor einigen Jahren bist du während deiner Ausbildung oder deinem Studium mit 500 Euro im Monat klargekommen, doch nun fließen jeden Monat 1.500 Euro oder noch mehr auf dein Konto. Interessant ist, dass du trotzdem am Ende des Monats nicht die 1.000 Euro übrig hast, die du mittlerweile mehr verdienst.

Stattdessen hast du ein größeres und schnelleres Auto, eine eigene Wohnung, ein neues Sofa und unzählige Versicherungen, die du sehr wahrscheinlich gar nicht benötigst. Jaja, die Versicherungsmakler sind sehr überzeugend bei dem Thema, welch schreckliche Dinge dir widerfahren können.

Nebenbei gibst du vielleicht noch Vieles deines Gehalts für irgendwelche Kleinigkeiten aus, die du im Grunde aber doch nicht brauchst und letzten Endes weitere Staubfänger in deiner Wohnung darstellen.

 

Gegen das Denken der Gesellschaft

Zugegebenermaßen klingt der obige Absatz sehr negativ. Soll er auch, denn er soll dir zeigen, dass wir Menschen viel Geld für unnütze Dinge ausgeben. Häufig passiert dies aber deswegen, weil uns das Denken in unserer Gesellschaft „vorschreibt“, dass wir viel Geld ausgeben sollen.

Umso mehr Geld du durch deinen Job verdienst, desto mehr Geld kannst du ausgeben. Und umso mehr Geld du ausgeben kannst, desto eher giltst du als einer derjenigen, die etwas in ihrem Leben erreicht haben.

Wenn dies genau dein Traum ist, den du leben möchtest, dann ist alles in Ordnung und du bist auf dem besten Weg zu einem zufriedenstellenden Leben. Bald ein eigenes Haus zu haben, eine tolle Frau, zwei Kinder und vielleicht noch einen niedlichen Hund dazu. Für den ein oder anderen ist dies das Glück des Lebens. Wenn dies für dich ebenfalls genau das Richtige ist, dann mach weiter so und erfülle dir deinen Traum.

Doch es gibt auf dieser Welt noch andere Menschen, die nicht das Glück des Lebens darin finden, ein eigenes Haus und eine „Musterfamilie“ zu haben. Für diese Menschen bedeutet es dann auch nicht, „etwas im Leben erreicht zu haben“, wenn das eigene Haus und der grüne Garten endlich bezogen werden. Es gibt Menschen, für die kommt allein diese Vorstellung einem Albtraum gleich. Für diese Menschen ist das Leben, wie es von der Gesellschaft vorgebetet wird, schlicht und ergreifend viel zu langweilig.

Diese Menschen brauchen kein Haus, weil sie sich kaum in diesem Haus befinden. Diese Menschen brauchen kein Haus, weil sie überall auf der Welt zu Hause sind. Diese Menschen brauchen kein Haus, weil sie das Abenteuer suchen und das Leben auf ihre Weise genießen. Völlig frei und unabhängig von irgendwelchen Normen, die von der Gesellschaft vorgegeben werden.

 

Dafür musst du kein Millionär sein

„Wenn ich im Lotto gewinne, dann mach ich eine Weltreise.“ Hast du diesen Satz nicht auch schonmal gehört oder möglicherweise sogar selbst gedacht?
Vergiss diesen Unfug. Wer so etwas sagt oder denkt, benötigt ständige Sicherheit in allen Bereichen des Lebens und leidet unter der Angst, diese Sicherheit zu verlieren.

Die Wahrscheinlichkeit, im Lotto zu gewinnen, liegt bei 1:140.000.000 (1 zu 140 Millionen bei 6 Richtigen plus Superzahl). Die Chance, dass du im Lotto gewinnst, ist somit schwindend gering. Wer darauf wartet, im Lotto zu gewinnen, wird niemals eine Weltreise machen.
Allerdings ist die Sache mit dem Lottogewinn nur eine Ausrede. Oder die Unwissenheit, dass so viel Geld für eine Weltreise nicht benötigt wird.

 

Deutschland ist ein teures Land

Zum Leben brauchst du etwas zu trinken und zu essen. Kurz gesagt: Nahrungsmittel. Diese Nahrungsmittel gibt es auch außerhalb von Deutschland. Interessant ist, dass die Nahrungsmittel in vielen anderen Ländern Strand Philippinenauf dieser Welt deutlich günstiger sind als in Deutschland. Natürlich gibt es einige Länder, deren Preisniveau noch höher liegt, doch verglichen mit den restlichen Ländern gilt Deutschland als teuer.

Zum Beispiel auf den Philippinen verdient ein durchschnittlicher Arbeiter monatlich zwischen 5000 und 8000 philippinische Pesos. Dies sind umgerechnet je nach Wechselkurs zwischen 80 und 150 Euro. Mit einem monatlichen Budget von knapp 400 Euro (in etwa der Betrag vom Hartz IV) ist man dort in der Lage, eine vierköpfige Familie zu ernähren.

 

Der Abschied vom Konsumdenken

In einem Konsumland wie Deutschland ist das ständige Einkaufen und Konsumieren für viele Menschen völlig normal. Leider verschiebt sich so der Lebensstandard und dementsprechend die Kosten des alltäglichen Lebens. Das Leben wird teuer.

Doch du bist in der Lage, diese Entwicklung in die andere Richtung zu verschieben. Nimm Abschied vom Konsumdenken und kaufe dir nur genau die Dinge, die du wirklich brauchst. Und schon bald wirst du merken, dass du selbst die Dinge, die du bisher für unverzichtbar gehalten hast, gar nicht mehr benötigst.

Fazit: Du bist ein Individuum mit eigenen Wünschen, Vorstellungen und Ideen. Lass dir nicht von der Gesellschaft vorschreiben was du zu tun oder zu lassen hast. Lebe deinen eigenen Traum. Mach das, was dich glücklich macht. Und wenn du zu der Sorte gehörst, die gerne eine Weltreise machen oder für immer in einem anderen Land leben wollen, dann mach es. Und Geld spielt dabei nur eine zweitrangige Rolle. Der wichtigste Schalter muss zuerst in deinem Kopf umgelegt werden.

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