Zuerst dachte man Verreisen sei teuer, doch dann kamen diese einfachen Tipps

Jede Reise beginnt mit der Planung. Einige planen mehr, andere planen weniger. Doch bei vielen kommt es gar nicht erst zur Planungsphase, weil eine Reise grundsätzlich als “zu teuer” abgestempelt wird.

Wer es sich dennoch finanziell leisten kann, schränkt sich aber häufig selbst ein. 7 Tage, 10 Tage oder maximal 14 Tage. Mehr sei “finanziell einfach nicht drin.

Diese Denkweise hat sich durch die vielen Reiseanbieter in den Zeitungen und Prospekten leider in den Köpfen fest verankert.

Zugegebenermaßen habe ich das damals selbst geglaubt.

Heute nicht mehr. Heute kann ich über Preise von 80,- Euro pro Nacht im Hotel nur noch schmunzeln. Und manchmal wundere ich mich sogar, dass es da draußen tatsächlich Menschen geben muss, die diese und noch höhere Preise für eine 14-tägige Reise bezahlen.

Heute weiß ich: Reisen ist grundsätzlich nicht teuer. Erst recht nicht so teuer, wie in diversen Zeitungen und Prospekten vorgegaukelt.

Seitdem ich das verinnerlicht habe, hat sich mein Leben drastisch zum Positiven verändert. Ich bin nicht nur öfter unterwegs, sondern auch deutlich länger. Eine Begrenzung auf 14 Tage macht für mich heute keinen Sinn mehr.

Das Gute daran: Du kannst das auch. Jeder kann es.

In diesem Artikel zeige ich dir die 9 wichtigsten Tipps, worauf zu achten solltest, um dir deinen persönlichen Reisetraum zu erfüllen.

 

1. Raus aus den Touristenhochburgen

Das Preisniveau vieler Länder liegt weit unter dem von Deutschland. Im Vergleich zählt Deutschland zu den teureren Ländern dieser Welt. Wer sich demnach hier in Deutschland etwas zu essen leisten kann, der schafft das auch in anderen Ländern.

Allerdings passen sich die Unternehmen innerhalb einer Touristenhochburg den internationalen Preisniveaus der jeweiligen Touristen an. Dementsprechend kostspielig ist ein vergleichsweise günstigeres Land, sofern du dich ausschließlich in dieser Touristenhochburg aufhältst.

Sobald du aber dem Massentourismus entkommst und dein Reiseland dort besuchst und erkundest, wo nicht jeder “Touri” auftaucht, dann wirst du die landestypischen Preise vorfinden, welche merklich geringer ausfallen als in den Touristenhochburgen.

Positiver Nebeneffekt: Außerhalb der Touristenhochburgen nimmst du das Reiseland viel intensiver, authentischer, einfach echter wahr.

 

2. Essen und Trinken wie die einheimische Bevölkerung

Gehst du hier in Deutschland täglich in ein Restaurant, um etwas zu essen oder zu trinken? Ich tippe auf ein “Nein”, denn ansonsten würdest du diesen Artikel nicht lesen.

Wenn es hier in Deutschland keine Angewohnheit ist, deine Mahlzeiten im Restaurant einzunehmen, warum solltest du dir diese Angewohnheit außerhalb Deutschlands aneignen?

Um günstiger und sparsamer zu reisen, kannst du stattdessen – genauso wie in Deutschland – in den Supermarkt oder auf einen Wochenmarkt gehen, um dort deine Nahrungsmittel einzukaufen. In vielen Ländern dieser Welt findest du übrigens auch kleine Obst- und Gemüsestände am Straßenrand, wo Einheimische frische und günstige Zutaten verkaufen.

Orientiere dich außerdem an die einheimische Bevölkerung. Iss da, wo die Einheimischen essen. Trinke da, wo die Einheimischen trinken.

Manchmal reicht es dabei schon, die Hauptstraßen zu verlassen und in kleineren Gassen nachzuschauen.

 

3. Flugpreise vergleichen

Der wohl einfachste Spartipp überhaupt. Beim Flugpreisvergleich musst du nicht einmal von deinem PC-Sessel aufstehen. Nimm dir etwa zwei Stunden Zeit und verschaffe dir einen umfangreichen Überblick über die unterschiedlichen Flugpreise.

Variiere dabei sowohl das Reisedatum als auch die Uhrzeit und die Airline. Du wirst merken, dass hier weit über 50 Prozent der Kosten mit ein wenig Recherche einzusparen sind.

Weitere Tipps beim Vergleichen von Flugpreisen findest du hier.

 

4. Günstige Unterkünfte wählen

Hotels und Ferienanlagen sind mit hohen Kosten verbunden. Suche in deinem Reiseland nach günstigeren Alternativen, um eine Menge Geld bei deiner Reise einzusparen.

Klassische Beispiele sind Hostels, Herbergen und Ferienwohnungen. Ansonsten gibt es noch das altbewährte Zelten auf dem Campingplatz oder wild in der Natur.

Geheimtipp: Nutze das Reiseportal AirBnb und miete eine Unterkunft bei einer Gastfamilie.

Wenn du dich bei AirBnb über diesen Link anmeldest, bekommst du von Treat of Freedom satte 22 Euro für deine erste Reise geschenkt.

 

5. Verzicht auf Luxus

Je mehr du dich selbst auf Reisen einschränken kannst, desto mehr Geld kannst du sparen.

Im Grunde brauchst du selbst in Deutschland keinen Luxus und wenn du dir deinen lang ersehnten Reisetraum erfüllen möchtest, dann brauchst du Luxus auch nicht bei deiner Reise.

Viele Menschen legen bei der Anreise nach der Landung mental einen Schalter um und meinen “Jetzt ist Urlaub. Jetzt gönne ich mir was.

Wer es sich leisten kann, der kann das gerne weiter genau so machen. Wer zwei Wochen einfach mal die Beine hochlegen will, der kann es ebenfalls weiterhin genau so machen.

Aber wer längere Zeit verreisen möchte und dabei auf sein Portemonnaie achten muss, sollte das Thema Luxus noch einmal genauer überdenken.

Stelle dir selbst folgende Fragen: Wovon hast du mehr? Von mehr Luxus oder einer längeren Reise?

 

6. Maximalbudget festlegen und tägliche Ausgaben notieren

Wer nach oben kein Limit vorfindet, merkt häufig nicht, wie viel im Vergleich für eine einzelne Ware oder Dienstleistung ausgegeben wird.

Daher ein ganz wichtiger Tipp: Setze dir vor der Reise ein Limit. Ein Limit für dein maximales Budget für die komplette Reise.

Anhand dieses Limits kannst du dir außerdem dein tägliches Budget errechnen.

Beispiel: Deine Reisedauer beträgt 30 Tage (1 Monat) und dein festgelegtes Maximalbudget beträgt 1.200,- Euro.

1.200,- Euro geteilt durch 30 Tage sind 40,- Euro pro Tag. In diesen 40,- Euro sind alle Ausgaben enthalten, wie zum Beispiel Unterkunft, Transportmittel und Verpflegung.

Solltest du an einem Tag mehr ausgeben als 40,- Euro, dann solltest du an einem anderen Tag dafür sorgen, dass du weniger ausgibst. Wenn du dauerhaft weniger ausgibst als diese 40,- Euro, hast du am Ende der Reise sogar noch etwas Geld übrig für Luxus oder Souvenirs für Freunde und Verwandte. Oder du sparst das Geld für zukünftige Touren und Reisen.

Die Vorteile eines Maximalbudgets liegen auf der Hand. Du hast einen besseren Überblick über dein restliches Geld, du bekommst ein Gefühl für das Preisniveau des Landes und du reist bewusster durch das Land. “Gehirn ausschalten und bezahlen” kann jeder – erst recht diejenigen, die sich regelmäßig von den Einheimischen über das sprichwörtliche Ohr hauen lassen.

 

7. Langsamer Reisen

Rundreisen durch das Land sind voll von interessanten Sehenswürdigkeiten, umfangreichen Erfahrungen und – leider auch – immensen Kosten.

Wenn du dir deine täglichen Ausgaben notierst und zusätzlich aufschreibst, WOFÜR das Geld ausgegeben wurde, dann wirst du merken, dass ein Großteil deines Maximalbudgets für Transportmittel draufgeht.

Unabhängig davon, ob du mit dem Taxi, dem Bus, dem Zug oder anderen Transportmitteln von A nach B gelangst – Kosten entstehen immer. (Trampen und Schwarzfahren ausgenommen.)

Deshalb ein wichtiger Tipp: Reise langsamer.

Du erreichst dann vielleicht nicht alle interessanten Spots bei der Rundreise. Na und?

Dann ist es eben so.

Du musst nicht jeden Fleck erreicht haben. Das ist meist sowieso nicht möglich. Und wenn doch, wäre es mit riesigem Stress und hohen Ausgaben verbunden.

Um Geld für Transportmittel und somit für deine gesamte Reise einzusparen, kannst du ein oder zwei Tage länger an einem Ort bleiben als zuvor geplant.

Die Kosten für Verkehrsmittel sind nicht zu unterschätzen. Ein Tag chillen am Strand kostet hingegen exakt 0,- Euro zzgl. Verpflegung.

Positiver Nebeneffekt: Durch langsameres Reisen nimmst du dein Reiseland viel intensiver wahr und entdeckst vielleicht noch weitere interessante Sehenswürdigkeiten, die du ansonsten niemals entdeckt hättest.

 

8. Achte auf dein Äußeres

Ein Einheimischer wird binnen einer Sekunde erkennen, ob du ein Einheimischer oder ein Fremder bist. Er wird dich direkt einstufen können.

Er erkennt dies nicht nur an deiner Hautfarbe, sondern auch an deiner Art, wie du dich zu bewegst, an deiner Ausstrahlung und natürlich an deinem äußeren Erscheinungsbild.

Wenn du mit teurer Kleidung, einer Vielzahl Ringen an den Fingern und funkelnder Halskette daherkommst, siehst du völlig nachvollziehbar so aus, als ob du viel Geld hättest.

Wenn du jedoch mit weniger schönen (Funktions-) Kleidung auftauchst, leicht dreckig, verschwitzt und sichtlich erschöpft, wirst du von den Einheimischen unterbewusst und ganz automatisch als Reisender mit wenig Geld eingestuft.

In den engen Gassen von Venedig – typische Touristenhochburg und alles ist gefühlt 20-mal teurer als anderswo – habe ich in einer noch engeren Gasse einen noch viel winzigeren Lebensmittelhändler entdeckt.

Ich war komplett durchgeschwitzt, war völlig erschöpft und hatte unglaublichen Hunger. Da lachte mich dieses wunderschöne Sandwich an, belegt mit frischem Salat und herzhafter Salami. Während in den umliegenden Restaurants eine Mahlzeit für unter 15,- Euro nur schwierig zu bekommen ist, antwortete der Besitzer auf meine Frage, wie viel das Sandwich kosten würde, mit: “60 Cent.”

Erstaunt und voller Begeisterung nickte ich zustimmend und bestellte direkt zwei Sandwiches. Der Händler sah an mir herunter, bemerkte offenbar, dass ich nicht zu den typischen “Touris” gehöre und sagte in gebrochenem Englisch: “You give me one euro and everything is okay.

So gab ich ihm 1,- Euro, bedankte mich herzlich und hatte mit zwei dick belegten Sandwiches eine komplette Mahlzeit.

 

9. Kommunikation

Egal wie viel du zu wissen glaubst, wie viel du gelesen oder wie intensiv du deinen Reiseführer studiert hast. Es gibt in jedem Land noch mehr zu lernen.

Kommuniziere deshalb mit anderen Reisenden, Einheimischen und vielen anderen Menschen, um (weitere) Insider-Tipps zu bekommen.

Wenn du dich bereits ausführlich mit Tipps und Tricks für dein Reiseland beschäftigt hast, dann wirst du viele Ratschläge bereits kennen. Betrachte diese Ratschläge aber nicht als Zeitverschwendung, sondern als Bestätigung dafür, dass du dich schon recht ordentlich auskennst.

Lausche bei diesen Gesprächen ganz genau und vielleicht entdeckst du zwischen den Zeilen noch einen Tipp, der in keinem Reiseführer steht.

Bei der Rundreise durch Kuba habe ich zum Beispiel einen freundlichen Spanier kennengelernt, der schon längere Zeit auf Kuba wohnt und ein neues Restaurant eröffnen möchte, um sich in der Karibik eine neue Existenz fernab seiner Heimat aufzubauen.

Bei unserer Unterhaltung kannte er die kubanische Kultur sehr präzise und gleichzeitig besaß er das Know-How eines Spaniers und Europäers.

Obwohl er selbst kein Kubaner ist, konnte er durch seine Erfahrungen viel Insider-Wissen aufbauen und durch seine umfassende, leicht distanzierte Sichtweise hilfreiches Wissen und Herangehensweisen an mich und andere Reisende weitergeben.

 

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Zusammenfassung

Hier noch einmal zusammengefasst. Denke an diese 9 Tipps:

  • Meide die Touristenhochburgen
  • Verzichte auf Restaurants und ernähre dich wie die Einheimischen
  • Vergleiche die Flugpreise
  • Ignoriere Hotels und wähle alternative Unterkünfte
  • Verzichte auf Luxus
  • Lege dir ein Maximalbudget fest
  • Reise langsamer und intensiver
  • Achte auf dein Äußeres
  • Sprich mit anderen Menschen

 

Denke an diese 9 Tipps und du wirst in Zukunft günstiger verreisen.

Ja, manche Tipps bedeuten Einschränkung. Aber stelle dir die Fragen, wie bereits weiter oben beschrieben.

Wovon hast du mehr? Von mehr Luxus oder einer längeren Reise? Du entscheidest.

Zum Abschluss noch einmal der E-Book-Tipp, in denen insgesamt 40 Tipps und Tricks zum günstigen Verreisen zusammengefasst beschrieben werden. Der Original-Preis auf Amazon beträgt 6,93 Euro.

Hier bekommst du das E-Book gratis.

Viel Spaß beim Lesen und bei deinen zukünftigen Reisen.

Und wenn du diesen Artikel hilfreich fandest, dann teile ihn bitte mit deinen Freunden und Verwandten.

2 Comments Zuerst dachte man Verreisen sei teuer, doch dann kamen diese einfachen Tipps

  1. Jakob 16. November 2016 at 1:34

    Hallo Tobi,

    Bei Punkt 4 erwähnst du das Reiseportal AirBnb. Für Leute, die ein oder zwei Tage kostenlos bei jemand Anderem übernachten wollen, ist Couchsourfing eine noch günstigere, intensivere Alternative.
    Hier der Link: https://www.couchsurfing.com/

    Reply
    1. Tobi 18. November 2016 at 21:18

      Hi Jakob,
      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ja, das Couchsurfen ist natürlich eine super Alternative zum günstigen Verreisen – insbesondere für kontaktfreudige Personen.

      Ich selbst habe zwar schon Erfahrungen im Couchsurfen gesammelt, allerdings noch nicht über die von dir genannte Website. Dementsprechend kann ich zu dieser Plattform keine Empfehlung weitergeben.
      Für den ein oder anderen Interessierten ist dieser Link aber mit Sicherheit sehr hilfreich.

      Liebe Grüße,
      Tobi

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